Erläuterung des Einsatzleiters

Immer wieder begegnet uns der Einwand, dass Salz schlecht für die Umwelt sei.
Studien zeigen, dass die Ökobilanz für Salze deutlich besser ist als für abstumpfende Streumittel sowie Splitt. Splitt verursacht eine hohe Staubbelastung und nimmt Schwermetalle sowie Gummiabrieb und Öle auf, die nur schwer zu entfernen sind. Dieser Splitt ist zudem als Sondermüll zu deponieren, wofür die Gemeinde auch Beweise erbringen muss.

Weitere Erläuterungen zum Winterdienst
Eine Salzstreuung erfolgt je nach Witterung und Temperatur. Wenn z.B. nur ein paar Zentimeter Neuschnee fallen, bewirkt die Salzstreuung eine umgehend schneefreie und schneller auftrocknende Fahrbahn. Wenn die Temperatur unter minus 7 bis 8 Grad sinkt, erfolgt keine Salzstreuung, da das Streusalz ab diesen Temperaturen keine Wirkung mehr hat.
Die Salzstreuung erfolgt nicht auf allen Gemeindestraßen, sondern ausschließlich auf den Hauptverkehrswegen, auf denen auch die Linienbusse verkehren. Damit sind die Vorbergstraße, die Obere und Untere Leitenstraße und die Feistererstraße gemeint. Dabei erfolgt keine durchgehende Streuung, sondern werden jene Teilstücke gestreut, wo Steigungen bzw. Neigungen verlaufen und wenn bei nassen Straßenstücken ein Temperaturrückgang Eisglätte bewirken könnte. Jedenfalls versichern die anwesenden Bediensteten, keinesfalls willkürlich und ohne zu überlegen, grundlos Salz zu streuen.
Durch die vorhandenen Einsatzgeräte ist man in der Lage, ohne Wechsel oder Umbau der Geräte Salz oder Splitt zu streuen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die frühere ausschließliche Splittstreuung oft nach kurzer Zeit keine Wirkung mehr hatte, da der Splitt durch die Dichte und Zügigkeit des Verkehrs "verblasen" wurde und sich Unmengen von Splittrückständen an den Straßenrändern abgelagert haben.
Jedenfalls muss bei ausschließlicher Splittstreuung in kürzeren Abständen gestreut werden, was bei einem Verkehrsaufkommen während der Saison tagsüber nicht durchführbar wäre. Aus dem ausgebrachten Streusplitt entwickelt sich erfahrungsgemäß Staub, der bei einer länger anhaltenden Schönwetterperiode am Beispiel der aktuellen Wetterlage das Feinstaubproblem so akut machen würde, dass bereits Ende Dezember, Anfang Jänner der Ruf nach Straßenkehrarbeiten laut würde.
Abschließend wird nochmals festgehalten, dass die Salzstreuung keinesfalls auf die Willkür des Einsatzpersonals zurückzuführen ist. Die Entscheidung, ob Salz oder Splitt zu streuen ist, erfolgt je nach Witterung, Temperatur und Straßenzustand.

Vor- und Nachteile der Streumittel im Überblick:
Salzstreuung Vorteile:
- Gute Dosiermöglichkeit
- Große Reichweite der Streufahrzeuge
- Lange Wirksamkeit bei hoher Verkehrsdichte
- Geringe Kehrkosten
- Schonung der Entwässerungen
- Geringe Belastung für die Umwelt bei richtiger Dosierung

Salzstreuung Nachteile:
- Höherer Einkaufspreis
- Höhere Geräteinvestitionen
- Begrenzter Temperaturbereich
- Abfluss der Salzlösung
- Verwirbelung der Salzlösung
- Umweltauswirkungen bei schlechter Dosierung
- Unvorsichtige Fahrweise der Autofahrer
- Verschmutzung bzw. Beeinträchtigung duch abgelagerten bzw. weitertransportierten Schneematsch

Splittstreung Vorteile:
- Rasche Wirkung
- Geringer Einkaufspreis
- Geringere Geräteinvestition
- Wirksamkeit bei dicker Schneedecke
- Wirksamkeit bei tiefen Temperaturen
- Einwirkung unabhängig vom Verkehrsaufkommen

Splittstreuung Nachteile:
- Hohe Ausbringungskosten
- Vertragung des Streumittels durch den Verkehrs

- Geringes Anhalten der abstumpfenden Wirkung
- Hoher Verbrauch durch häufiges Nachstreuen
- Hoher Kehraufwand Umweltbelastung durch Ablagerungen
- Umweltbelastung durch Staub und Feinstaub
- Gefahr duch Splitt auf trockener Fahrbahn